RE: Bau meiner Anlage

#31 von Michel , 29.11.2021 11:16

Moin ihr lieben,

ich habe gerade mal nachgemessen von Markierung bis zur Markierung, also so die gleise gelegt, ein band genommen, in die gleise gelegt und dann das band gemessen, da komme ich auf einer Gleislänge von 230 cm. Nach meinen Berechnungen bin ich bei einer 4% Steigung auf 9,2 cm höhe und bei einer 3% Steigung bei 6,9 cm höhe. Aber die Steigung soll noch hinten herum bis wieder nach vorne gehen. würde das dann nicht auch funktionieren mit einer 3 % Steigung oder doch lieber 4% ?
Ich würde am liebsten dort ohne eine Kehrschleife auskommen und lieber zweispurig die Steigung haben damit ich auch gleichzeitig ein Zug runter fahren lassen kann und den anderen zur selben Zeit hochfahren lassen kann.

20211126_112532.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Sonnige Grüße

Michel

P.s. Danke Bernd für deine Mühe, für mich über die Pläne zu inspirieren.

 
Michel
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zuletzt bearbeitet 29.11.2021 | Top

RE: Bau meiner Anlage

#32 von gelöscht (04.01.22) , 29.11.2021 13:45

Hallo Michel,

Erfahrungsgemäß sollte man eigentlich max. 3 % als Obergrenze ansehen, auch wenn in den alten Fleischmann Lektüren etwas anderes steht. Alles was drüber ist, geht unnötig auf Getriebe Motoren und auch Haftreifen. Nun kommt es aber auch drauf an, wie lange die Züge sind, dann kann man auch mal leicht drüber gehen, allerdings würde ich nicht mehr <3,5% ( max. 1,00m Zuglänge ) , oder in Deinem Fall 8 cm gehen. Du mußt auch mit berechnen, das im Bogen die Reibungskraft nochmal steigt, und sich auch die Promille verändert.

Also Beispiel mal eine doppelgleisige Wende, beide Gleise nutzen die selbe Trasse:

r420mm = 3,2 %
r464mm = 2,9 %

Zwar liegen die Gleise auf dem selben Trassenbrett, aber der Weg des Außenradius ist um einiges länger, daher die Steigung etwas weniger. Bei r365mm ( Fleischmann R1 ) würdest Du auf der selben Trasse schon bei 3,5 % liegen, also Obergrenze.

Bei 8 cm hast Du aber auch genug Höhe, das mal eine Ellok fahren könnte. Eventuell ist hier sowas wie ein Pantografenfänger notwendig, aber das ist recht schnell und einfach selbst zu bauen.
Ein Tip noch, statt nur einen Halbbogen als Steigung zu verwenden ist es immer sinniger eine ganze Umdrehung, also eine einfache Wendel zu bauen. Zum einen verlängert sich der Fahrweg und damit wir die Steigung auch flacher, zum zweiten schaffst Du bessere Eingrissmöglichkeiten zwischen zwei Etagen. Also Fausregel, so meine Erfahrung ca. 20 cm Höhe zwischen zwei Ebenen ist optimal bei einer Eingriffstiefe von 70cm ( Armlänge ) Um 20 cm Höhe zu überwinden benötigst Du zwei Windungen. Das sind zwar ein paar mehr Gleise und etwas mehr Material, aber Du hast wesentlich am Komfort und Zugänglichkeit gewonnen.

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RE: Bau meiner Anlage

#33 von Michel , 29.11.2021 23:00

Zitat von Manuel K im Beitrag #32
Hallo Michel,

Erfahrungsgemäß sollte man eigentlich max. 3 % als Obergrenze ansehen, auch wenn in den alten Fleischmann Lektüren etwas anderes steht. Alles was drüber ist, geht unnötig auf Getriebe Motoren und auch Haftreifen. Nun kommt es aber auch drauf an, wie lange die Züge sind, dann kann man auch mal leicht drüber gehen, allerdings würde ich nicht mehr &lt;3,5% ( max. 1,00m Zuglänge ) , oder in Deinem Fall 8 cm gehen. Du mußt auch mit berechnen, das im Bogen die Reibungskraft nochmal steigt, und sich auch die Promille verändert.

Also Beispiel mal eine doppelgleisige Wende, beide Gleise nutzen die selbe Trasse:

r420mm = 3,2 %
r464mm = 2,9 %

Zwar liegen die Gleise auf dem selben Trassenbrett, aber der Weg des Außenradius ist um einiges länger, daher die Steigung etwas weniger. Bei r365mm ( Fleischmann R1 ) würdest Du auf der selben Trasse schon bei 3,5 % liegen, also Obergrenze.

Bei 8 cm hast Du aber auch genug Höhe, das mal eine Ellok fahren könnte. Eventuell ist hier sowas wie ein Pantografenfänger notwendig, aber das ist recht schnell und einfach selbst zu bauen.
Ein Tip noch, statt nur einen Halbbogen als Steigung zu verwenden ist es immer sinniger eine ganze Umdrehung, also eine einfache Wendel zu bauen. Zum einen verlängert sich der Fahrweg und damit wir die Steigung auch flacher, zum zweiten schaffst Du bessere Eingrissmöglichkeiten zwischen zwei Etagen. Also Fausregel, so meine Erfahrung ca. 20 cm Höhe zwischen zwei Ebenen ist optimal bei einer Eingriffstiefe von 70cm ( Armlänge ) Um 20 cm Höhe zu überwinden benötigst Du zwei Windungen. Das sind zwar ein paar mehr Gleise und etwas mehr Material, aber Du hast wesentlich am Komfort und Zugänglichkeit gewonnen.


Moin Manuel,

es soll ja nicht ein Gleiswendel im klassichen Sinne werden, die Steigung soll sich komplett am Rand entlang über die gesamte Platte gehen, damit soviel geraden für die Steigung da sind um die Reibungskräfte so gering wie möglich zu halten.

Sonnige Grüße

Michel

 
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RE: Bau meiner Anlage

#34 von Bernd , 30.11.2021 16:14

Moin Michel,
ich würde Dir empfehlen, das ganze von der praktischen Seite anzugehen. Schraube den Aufbau mit Holzklötzen und Leisten mal provisorisch zusammen, wie Du ihn dir vorstellst und dann lass' erstmal ein paar Züge fahren. Die Problemstellen werden sich dann zeigen. Wenn Du den Testaufbau nur schraubst und nicht klebst, kannst Du ihn später auch wieder an den Problemstellen auseinander schrauben, um Veränderungen vorzunehmen, bis alles nach deinen Wünschen läuft.
Wünsche Dir weiterhin gutes Vorankommen & viel Freude beim Basteln ! :)
Liebe Grüße,
Bernd


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RE: Bau meiner Anlage

#35 von gelöscht (04.01.22) , 30.11.2021 18:02

Hallo Michel,

die Regel mit der Steigung gilt für alle Steigung, egal ob Wendel, oder Rampe, oder Kombination.

@Bernd

ja kann man auch machen, aber wenn man sich an die Grundregeln hält, ist man grundsätzlich auf der sicheren Seite.
O.g. Daten basieren auf eigenen Mobaerfahrungen ( 40 Jahre + ) und den Erfahrungen die sich mit anderen Modellbauern immer wieder bestätigen. Daher würde ich das einem Neueinsteiger auch so weiter empfehlen.

gelöscht (04.01.22)  
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RE: Bau meiner Anlage

#36 von Bernd , 30.11.2021 18:08

Moin @Manuel K ,
ich weiß, dass Du ein erfahrener Modellbahner bist. Mein Beitrag sollte keine Kritik an deinem Beitrag sein. Falls das so rübergekommen ist, verzeih bitte. Ich wollte Michel nur empfehlen, sich das in der Praxis anzusehen. Manchmal verzettelt man sich vor lauter Planerei und am Ende funktioniert's dann in der Realität doch nicht.
Liebe Grüße & einen schönen Abend!
Bernd


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RE: Bau meiner Anlage

#37 von gelöscht (04.01.22) , 30.11.2021 18:22

Hallo Bernd,

nein alles gut, hab das auch so verstanden, wie Du es meintest. Ausprobieren ist natürlich gut, aber Maße sind in dem Fall denke ich einfach besser, zumal man die Pysik halt nicht überlisten kann.

Natürlich kann man auch außerhalb der Anlage eine längere Holzlatte nehmen, darauf einfach mal Schienen drauf legen und dann einseitig die Latte mit verschiedenen Höhen unterbauen. Auf die Schienen würde ich die max. Zuglänge draufstellen und dann testen. Zum Test eignen sich vor allem die leichten Loks, wie 4000 bis 4021

gelöscht (04.01.22)  
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RE: Bau meiner Anlage

#38 von Michel , 12.12.2021 18:52

Heute ging es mal wieder bisschen weiter und hier der Fortschritt.

20211212_182035.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

 
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RE: Bau meiner Anlage

#39 von Michel , 10.01.2022 12:48

Moin ihr lieben,

ich bin jetzt schon soweit das ich die Schienen auf der anderen Seite wieder zusammen führe, aber bevor ich jetzt weiter mache, braüchte ich mal ein Rat von euch. Mir ist es nicht gelungen die komplett parallel im kurvenradius zu verlegen, ich nutze ja Flexgleise. Sieht auch optisch nicht gut aus, aber da es im Schattenbahnhof ist, könnte man es zur not so liegen lassen. Aber jetzt zu meiner Frage, sind die Radien vom Optischen groß genug oder sind sie zu eng?



Sonnige Grüße

Michel

 
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RE: Bau meiner Anlage

#40 von Bernd , 10.01.2022 14:33

Moin Michel,
Die zwei inneren Radien sehen schon sehr eng aus, das könnte Probleme geben. Dampfloks können oft nur den 420er Radius befahren und auch E-Loks mit drei Achsen pro Drehgestell können kleine Radien nicht befahren.
Ich weiß von meinen früheren Anlagen, dass man gerade im Schattenbahnhof sehr sorgfältig mit der Gleisverlegung sein sollte. Wenn es dort zu Entgleisungen kommt, ist es meistens schwierig unter beengten Platzverhältnissen für Ordnung zu sorgen.
Ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, ausgiebige Tests mit deinen Zügen auf den verlegten Gleisen zu machen und Problemstellen zu beseitigen.
Liebe Grüße,
Bernd


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Bau einer Fleischmann H0 Klein-Anlage, R = 357mm

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